Thema Frühjahr 2018

Das Labor ist zentraler Bestandteil der Diagnostik. Darüber hinaus sind Labore ein zentraler Bestandteil in vielen Bereichen der Forschung, Entwicklung und in der industriellen Produktion in unterschiedlichen Branchen. Die Qualität von Produkten wird in Laboren mit modernster Labortechnik analysiert und beurteilt. Dort ist die Ausstattung vorhanden, um reproduzierbar zu messen und um die Messergebnisse mit Zielvorgaben zu vergleichen. Die Zukunft liegt im Bestreben, die Qualitätssicherung zu vereinheitlichen und die Angleichung an internationale Normen voranzutreiben.

 

Digitalisierung und Automation erwarten und bieten bei der Analyse, der Beurteilung und der Steuerung von Prozessen und Abläufen, der Gestenerkennung und bei Bewegungsmustern (Einsatz von Tracking Systemen), beim Einsatz von Augmented Reality (AR) in Schulungseinheiten und verbessertem Bedienungskomfort im Labor vielfältige Möglichkeiten. Korrekt eingehaltene, durchdachte und optimierte Prozesse erhöhen den Probendurchsatz, was aus unternehmerischer Sicht ein wichtiges Thema ist.

 

Trotz zunehmender Automatisierungstechnik werden heute viele Laborarbeiten händisch ausgeführt. Im Zuge von Digitalisierung und Automation können Laborarbeiten, die bisher in automatisierter Form unwirtschaftlich waren, sinnvoll werden. Jeder Laborbetreiber sollte diese Möglichkeit überprüfen.

 

Laborgeräte werden netzfähig, also smart. Manuelle Abläufe können in automatisierte Prozesse transferiert und intelligente Laborsysteme eingeführt werden.

 

 

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weitere Trendthemen

(AAL = Ambient Assisted Living)
Nichts dürfte Deutschland in den kommenden 25 Jahren so verändern wie der demografische Wandel, der dazu führt, dass in der Bundesrepublik eine der ältesten Bevölkerungen der Welt lebt.
Assistive Produkte und Dienstleistungen tragen dazu bei, den Alltag z.B. älterer Menschen sicherer und angenehmer zu gestalten, und so dabei helfen, möglichst lange ein selbstständiges, selbstbestimmtes sowie sozial integriertes Leben zu führen. Einige „assistive Produkte“ sind bereits auf dem Markt verfügbar, viele befinden sich noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase. Die Ideen und Lösungen des „umgebungsunterstützten Lebens“ sind vielfältig und reichen von baulichen Maßnahmen zu intelligenten, aber relativ einfachen technischen Hilfsmitteln: Sturzmeldesysteme, Hilferufanlagen unterschiedlichster Ausführungen, Fernsteuerungen von technischen Geräten, Melde- und Warnsysteme … Ihre Verwendung bietet sich vor allem an, wenn stationäre Aufnahmen – sei es im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung – vermieden werden können.

Krankenhausinfektionen und resistente Krankheitserreger sind in ganz Europa ein ernst zu nehmendes Problem. Jährlich erkranken in Deutschland 400.000 - 600.000 Patienten an Krankenhausinfektionen.
Das Bundesministerium für Gesundheit hat neben dem Infektionsschutzgesetz als gesetzliche Regelung auf Bundesebene eine Strategie zur Erkennung, Prävention und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen, die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART), entwickelt. Die DART enthält umfassende Maßnahmen zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland. Derzeit wird DART weiterentwickelt und an aktuelle Entwicklungen angepasst.
Empfehlungen zur Prävention von Infektionen schließen solche zu betrieblich-organisatorischen und baulich-funktionellen Maßnahmen der Hygiene, das Hygiene-Management sowie Methoden zur Erkennung, Erfassung, Bewertung und gezielten Kontrolle dieser Infektionen ein.

Gesundheit ist ein existentielles Gut. Die Gesundheit  der Mitarbeiter(innen) ist entscheidend für den Unternehmenserfolg.
Zu deren Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung bedarf jeder Einzelne Unterstützung in einem leistungsfähigen Gesundheitssystems, das auf solidarischer Basis organisiert ist. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Europa und dem damit verbundenen Alterungsprozess der Bevölkerung in Deutschland und gleichzeitiger Zunahme chronischer Erkrankungen schon in der jüngeren Bevölkerung, erhalten Prävention und Gesundheitsförderung für die Menschen eine zunehmend wichtigere Bedeutung.
Die Prävention muss zu einer tragenden Säule im Gesundheitssystem werden. Diese zentrale Forderung steht z.B. im Mittelpunkt der soeben veröffentlichten neuen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) e.V.
Zum Stand und Entwicklungsbedarf der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland stellt die DGAUM 14 Thesen zur Diskussion: http://www.dgaum.de

 

 

Der branchenübergreifende Bereich der Life-Sciences und Materialien hat großes Cross-Innovationspotential zu z.B. Digitalisierung und Industrie 4.0, Mensch-Roboter-Interaktion, Assistenzsystemen und Prüftechnik. Dieser Bereich kennzeichnet einen bedeutsamen Wachstumsmarkt mit einer Vielzahl von Anwendungsfeldern. Beispiele für branchenübergreifende Zusammenarbeit sind Klinikprozesse und Lösungen in der Telemedizin oder medizintechnische Messgeräte und IT-Schnittstellen für die Betreuung und die Abrechnung.
Der Wirkstofftransport und Pharma Dienstleistungen, Medizintechnik, Materialwissenschaften und Werkzeugtechnik und das umfassende Thema Ambient-Assisted-Living (AAL) haben Auswirkungen auf eine Vielzahl anderer Bereiche. Gemeinsame Projekte sind ableitbar zur Bio-Informatik, zu medizinischer Informatik, Nanotechnologie und Nano-Sciences und zu neuen und weiterentwickelten Materialien.

Zukunftsweisende IT-Trends im Gesundheitssektor bringen neue Geschäfts- und Versorgungsmodelle in Entwicklungsfeldern wie Mobile Health, Big Data, Connectivity, 3D-Druck, Telemedizin oder MedTech hervor.
Mit dem im Mai 2015 verabschiedeten Gesetzentwurf für digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen – kurz: das E-Health-Gesetz – hat das Bundeskabinett den Aufbau der digitalen Infrastruktur im Gesundheitswesen weiter beschleunigt.

Sechzehn Prozent aller Erwachsenen leiden an so starker Schwerhörigkeit, dass sie ihren Alltag beeinträchtigt. Hörstörungen zählen in den Industrieländern zu den sechs häufigsten, die Lebensqualität am meisten beeinträchtigenden Erkrankungen mit steigender gesellschaftlicher Bedeutung. Betroffen sind nicht nur ältere Menschen sondern auch vermehrt Jugendliche infolge eines veränderten Freizeitverhaltens.
Dem gegenüber stehen verbesserte Möglichkeiten in der Versorgung von Hörstörungen durch technische Entwicklungen in der Ohrchirurgie, Hörgeräte- und Cochleaimplantattechnik, so dass es heute für nahezu jede Form der Schwerhörigkeit einen Rehabilitationsansatz gibt. Voraussetzung für einen effektiven Versorgungsweg ist die rechtzeitige und differenzierte Diagnosestellung. Digitale Geräte sind in der Lage, sich auf verschiedene Hörsituationen einzustellen, Störschall zu unterdrücken, Nutzschall zu verstärken u.ä.

Medizinische Experten sind heutzutage mit einer rasant wachsenden Wissensflut konfrontiert. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung ist unverzichtbar, wenn sie über wissenschaftliche Fortschritte und neue Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben wollen.
Hierzu gilt für Ärzte eine gesetzliche Fortbildungspflicht.
Neben den Universitäten und Forschungsinstituten zählt die Ärztekammer des Saarlandes neben der grundsätzlichen Wahrnehmung der beruflichen Belange der Ärzteschaft insbesondere die Fort- und Weiterbildung zu ihren Aufgaben.

Die bildgebende Medizin gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.Volldigitale Bildgebungssysteme bieten die Abdeckung, die Detailgenauigkeit und erweiterte Anwendungen, die zur Navigation während eines interventionellen Verfahrens benötigt werden. In  der Praxis bewährte und zuverlässige Systeme erzielen eine hervorragende Bildqualität. Neben den besser verwertbaren Ergebnissen für die Diagnose wird  eine gesteigerte Effizienz bei der Untersuchung erzielt. Neben den diagnostischen Möglichkeiten der Geräte werden auch wirtschaftliche Aspekte wie die Reduzierung der Installations-, Betriebs- und Personalkosten eine wichtige Rolle spielen.