Saarländischer Forschungspreis soll ab 2022 Alternativen zu Tierversuchen fördern

Die gemeinsame Veranstaltung der Universität des Saarlandes und des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz am Mittwoch fand große Beachtung. Mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessierten sich für die Vorträge und den Austausch mit den renommierten Referent*innen.

 

21. April 2021


„Die Stärkung des Tierschutzes in der Forschung ist meinem Haus und mir ein wichtiges Anliegen. Diese Aufgabe kann nur gelingen, wenn wir die Entwicklung alternativer Forschungsmethoden im Versuchstierbereich weiter voranbringen. Um dies zu unterstützen, werden wir erstmals einen Forschungspreis für Alternativen zu Tierversuchen ausloben“, kündigte der Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, Reinhold Jost, am Rande des „Homburger Kolloquiums – Versuchstierkunde & Tierschutz“ an.

Der mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis wird von Staatskanzlei und Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz von 2022 an alle zwei Jahre vergeben werden. Preiswürdig sind innovative, zukunftsweisende wissenschaftliche Arbeiten, die einen Beitrag zur Entwicklung von Methoden und Verfahren leisten, durch die Tierversuche möglichst abgelöst werden können.

„Dank des Einsatzes von Zellkulturen, Computersimulationen, In-vitro-Verfahren und anderen alternativen Forschungsmethoden können bereits heute zahlreiche wissenschaftliche Fragen beantwortet werden. Dennoch ist der Einsatz von Versuchstieren für wissenschaftliche Zwecke leider noch nicht gänzlich verzichtbar. Daher ist es unsere moralische Pflicht, die Belastungen für Versuchstiere zu reduzieren und weiterhin nach Wegen zu suchen, Forschung tierversuchsfrei zu ermöglichen“, so Jost.

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Hintergrund:

Das „Homburger Kolloquium – Versuchstierkunde & Tierschutz“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Tierschutzausschusses der Universität des Saarlandes und des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz. Die Veranstalter des Kolloquiums, das erstmalig 2018 stattfand, haben sich zur Aufgabe gemacht, durch Fortbildung und im Dialog mit Studierenden und Wissenschaftlern einen Beitrag für mehr Tierschutz auf dem Weg zu einer zunehmend tierversuchsfreien Forschung zu leisten.