Landesregierung beschließt Neubau eines Neurozentrums

Die saarländische Landesregierung hat im Ministerrat den Neubau eines Neurozentrums am Universitätsklinikum in Homburg beschlossen.

 

3. Februar 2021


In dem neuen Zentrum sollen gemeinsam untergebracht werden: Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die Klinik für Neurologie, die Klinik für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie, die Klinik für Neurochirurgie, die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, das Institut für Neuropathologie, das Deutsche Institut für Demenzprävention sowie das Institut für Psychoanalyse, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin.

Medizinisches Kompetenzzentrum von herausragender Bedeutung

Ministerpräsident und Wissenschaftsminister Tobias Hans erklärt zum Beschluss des Ministerrats: „Durch diesen Beschluss wird das Universitätsklinikum des Saarlandes baulich eine umfangreiche Erneuerung und Modernisierung erfahren, die für die künftige Leistungsfähigkeit in der Patientenversorgung aber auch in der Forschung eine hervorragende Grundlage schafft. Eine moderne Infrastruktur ist für das Universitätsklinikum als Maximalversorger und als medizinisches Kompetenzzentrum des Saarlandes von herausragender Bedeutung. Dabei wird es sich um das größte Bauprojekt des Landes handeln. Der Beschluss ist eine gute Entscheidung für die Saarländerinnen und Saarländer sowie für die Patientinnen und Patienten, die auf die ärztlichen Behandlungen angewiesen sind.“

Bauzeit geschätzt auf grob 12-15 Jahre

Die Gesamtinvestition umfasst auch die baulichen Maßnahmen der Chirurgie III. Bauabschnitt. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden für beide Maßnahmen vorläufige Kosten in einer Höhe von rund 400 Mio. € geschätzt. Hinzu kommen Kosten für die Erstellung der erforderlichen Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur. Hierbei muss betont werden, dass es sich bei dieser frühen Zahl lediglich um einen Orientierungswert handeln kann, der noch ein erhebliches Prognoserisiko beinhaltet. Die Machbarkeitsstudie hat bei einer Umsetzung in Bauabschnitten eine Bauzeit von grob 12 – 15 Jahren geschätzt.

Investition in die Zukunft

Bauminister Klaus Bouillon freut sich, dass mit der Entscheidung der Startschuss für den Neubau des Neurozentrums gefallen ist. „Nur durch die stetige bauliche Weiterentwicklung können die Gebäude des UKS die Anforderungen der modernen Medizin erfüllen. Darüber hinaus ist die Investition in den Neubau als derzeit größte geplante Baumaßnahme des Landes auch in Zeiten von Corona eine Investition in die Zukunft und somit das beste Konjunkturprogramm.“ Das Baufeld für das Neurozentrum liegt im Bereich des stillgelegten Gebäudes der Pneumologie und im Bereich des alten Hubschrauberlandeplatzes. Um die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, sind eine Reihe von Gutachten und fachliche Untersuchungen erforderlich, die nun in Auftrag gegeben werden können.