IBMT: Zentrale Biobank aufbauen

13. Oktober 2014


Die Arbeit mit Stammzellen ist wichtig bei der Entwicklung von neuen Medikamenten. Wissenschaftler können an ihnen testen, wie Wirkstoffe reagieren. Bisher stehen die Stammzellen jedoch nicht schnell genug sowie in ausreichender Qualität und Menge zur Verfügung. Eine zentrale Biobank soll diese Lücke jetzt schließen.

Ein neues Verfahren erlaubt es z. B., Haut- oder Blutzellen von erwachsenen Menschen biologisch so umzuprogrammieren, dass sie sich ähnlich verhalten wie embryonale Stammzellen und sich in jeden beliebigen Zelltyp umwandeln lassen. "Man spricht von induzierten pluripotenten Stammzellen, abgekürzt iPS-Zellen", sagt Dr. Julia Neubauer vom Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT in St. Ingbert. "In den letzten Jahren sind immer mehr lokale Biobanken entstanden. Keine davon erfüllt jedoch die Anforderungen von Pharmaindustrie und Forschungseinrichtungen: Diese benötigen die Stammzellen ‚Ready-to-use‘."

Zusammen mit 26 Partnern hat das IBMT ein Projekt zum Aufbau einer zentralen "European Bank for included pluripotent Stem Cells (EBiSC)” gestartet, für iPS-Zellen von Patienten mit spezifischen Krankheitsbildern. Das IBMT wurde aufgrund seiner umfassenden Expertise in den EU-Projekten "Hyperlab" und "CRYSTAL" für EBiSC engagiert.